Side Antik Kenti...
ist mit keiner anderen Ausgrabungsstätte, die ich kenne, vergleichbar. Hier zu bauen, ist wohl fast unmöglich, dabei jedem Ausschachten wieder weitere alte Mauern im Erdreich erscheinen.
Auch Side – offiziell Selimiye hat eine bewegte Geschichte. Der Name geht zurück auf Side eine Göttin. Die Legende erzählt, dass sie damals zusammen mit ihrer Tochter am Manavgat-Fluss spazieren gegangen ist. Als sie für diese einen vermeintlichen Ast vom Baum abbricht, tropft plötzlich Blut aus dem Ast auf ihre Füße. Side kann nicht mehr weitergehn, und von ihren Füßen empor wächst eine dünne Schicht Rinde über ihre Beine und den ganzen Körper und sie verwandelt sich in einen Baum. „Ich habe etwas Falsches getan“, sprach Side zu den Nymphen. „Ich will von nun an mit meinen vielen blutfarbigen Früchten, ein Symbol der Natur, des Lebens und der Fruchtbarkeit sein. Lasst meine Tochter oft hierher kommen, damit sie in meinem Schatten spielen kann. Lasst sie keinem Baum Schaden zufügen; vielleicht ist jeder Baum oder jede Blume ein Gott in Verkleidung.“ Seitdem breiteten sich Granatbäume über die ganze Halbinsel aus. Der Granatapfel auf Münzen und Mauern wurde das Wahrzeichen Sides in der Antike.
In der Antike war Side eine bedeutende Hafenstadt in Pamphylien, wie die Region an der mittleren Südküste genannt wurde. Wie alt Side wirklich ist, ist nicht genau belegt. Vermutlich wurde Side im sechsten oder siebten Jahrhundert vor Christus gegründet. Der Kirchenhistoriker Eusebios wiederum datiert die Gründung der Stadt auf 1405 vor Christus. Wie überall in der heutigen Türkei lebten hier viele unterschiedliche Völker im Laufe der Jahrhunderte : die Griechen, die Lydier, die Perser, die Römer, die Seldschuken und die Osmanen. Die heute sichtbaren archäologischen Reste gehen weit in die römische bis byzantinische Zeit zurück. Unter römischer Herrschaft erlebte Side seine zweite goldene Epoche. Vom 1. bis Mitte des 3. Jh. n.Chr. wurde Side eine Großstadt und Sitz des Provinzgouverneurs. Der große Hafen, der auch Flottenstützpunkt war und die römischen Straßen sorgten für einen Aufschwung im Seehandel, besonders mit Ägypten, und die eingeführten Güter wurden auf Karawanen weiter transportiert in das zentrale Anatolien. Die Ausfuhr bestand aus Olivenöl, Wein und Holz. Hunderte von Geschäften breiteten sich entlang der Hauptstraßen und bis weit in die schmalsten Seitenstraßen hinein aus.
Die Stadt war leider auch immer ein Zentrum des Handels mit Sklaven aus Afrika. Ebenso schreckte die große Handelsflotte nicht vor Seeräuberei zurück. Daher hatte Side einen schlechten Ruf.
Die letzte Blüte erlebte Side unter dem Byzantinischen Reich im 5. und 6. Jh, als die Stadt Erzbistum des östlichen Pamphyliens wurde. Einige der Tempel wurden in orthodoxe Kirchen umgebildet, und die Stadt wuchs außerhalb der Stadtmauern. Mitte des 7. Jh. begannen dann die arabischen Piratenangriffe, die die gesamte anatolischeMittelmeerküste zu einem Kriegsgebiet machten. Gleichzeitig versandete der Hafen.Die Einwohner fingen an, nach Antalya, das besser beschützt war,umzuziehen und Antalya löste Side als wichtigste Handelsstadt ab.
Im 9. Jh. brannte ein größerer Teil der Stadt, die langsam als das „Alte Antalya“ bekannt wurde. Im 10. Jh. war der Ort als Seeräubernest verschrieben, nun unter arabischer Hand.
Im zwölften Jahrhundert zerstörte ein Erdbeben viele der noch verbliebenen Bauwerke.
Die wichtigsten Ruinen, die man heute noch in Side besichtigen kann, stammen jedoch aus dem 2. Und 3. Jahrhundert.
Die Stadtmauern umgeben die ganze Halbinsel und sind zum Meer an manchen Stellen bis zu 3 m breit. Auf den Mauern wurden für die Ausblick und Verteidigung 13 Türme in Form eines Halbkreises und eines Viereckes gebaut.
Das grosse Tor, das auch zugleich das Haupttor der Stadt war, befindet sich im Nord-Osten der Halbinsel und ist heute teilweise zerfallen.
AQUÄDUKTE : Das Wasser für das antike Side kam aus dem Manavgat-Fluss. Man hat damals von dem heutigen Dorf Sevinc bis nach Side ein 30 km langes Aquädukt gebaut. Der Wasserkanal führt teilweise über 25 m. Ein Teil wurde auf die Felsen gebaut.
DER MONUMENTALE BRUNNEN : Der Brunnen befindet sich gegenüber dem grossen Tor im nordosten der Stadt. Man kann heute nur noch zwei Stockwerke davon sehen, ursprünglich war er dreistöckig und fünf Meter hoch.
DIE SÄULEN STRASSE : Die Säulenstrasse beginnt hinter dem Protokoll Tor, welches sich hinter dem grossen Tor befindet, in Richtung Süden, geht bis zur Agora und ist 250 m lang.
AGORA : Die grosse Agora der Stadt befindet sich am Ende der Säulenstrasse vor dem Theater. Die Agora hat eine quadratische Form, von aussen 92x92 m und von innen 65x65 m. Der Eingang ist von der westlichen Seite her durch ein monumentales Tor. Die Agora war Granitsäulen in doppelter Reihe umgeben. Zum breiten Portium steigt eine zwei stufige Treppe hinauf. Auf 100 korinthischen und ionischen Säulen, befand sich ein Marmor Architrat. In der Mittle befindet sich, wie in fast allen antiken Agaros, ein Tempel der Schicksalsgöttin Fortuna. Heute sieht man die Überreste der 12 ionischen und korinthschen säulen. Die Agora wurde im 1. Jh.v.Chr. mit einem Durchgang zum Theater verbunden. Theater und Agora waren ein grosser sklavenmarkt.
DAS Theater war in der Antike der wichtigste Schauplatz für die Gesellschaft. In dieser Periode war die Natur die wichtigste Beschäftigung für die Menschen. Der Mensch symbolisierte die Ereignisse, die er in der Natur sah und erlebte. Am Anfang wurden Wein-Spiele veranstaltet. Im 5.Jh.v.Chr. haben die Menschen in die Felsen Sitzreihen gehauen. Es entstand in der Mittle somit das Orchesteri, das waren die ersten Zeichen eines Theaters. Die Schauspieler hatten sehr grosse Freiheiten und durften sich über die Götter und auch über die Kaiser lustig machen. Nach den Spielen, die von der Kritik des Landes handelten, kamen die Schauspieler vor das Publikum, und man konnte mit ihnen diskutieren. Ein schönes Theaterstück wurde mit Applaus belohnt, ansonsten wurde protestiert.
Im antikenTheater fanden fast 20.000 Mensch Platz. Der Zuschauerraum, sowie Bühne und Bühnenaufgänge sind noch vorhanden.
DER Apollon TEMPEL : Die Tempelanlagen, welche sich auf der Halbinsel Side befinden, sind zwei Göttern geweiht. Der östliche Teil dem Gott Apollo, der westliche der Göttin Athena. Die Tempelanlagen sind nach dem Plan des Peripteros erbaut worden. Man hat in jener Zeit Apollo und Athena als Schutzgötter von Side verehrt. Der Tempel der dem Gott des Lichtes, der Schönheit und der Kunst, Apollo, geweiht ist, ist 17x30 m gross und hat die From eines Rechteckes. Der Tempel ist mit 8,90 m hohen und 6x11 aufgestellten Korinthsaeulen umgeben. Weil sich in der Mitte der Saeulensockel immer ein Loch befindet, nimmt man an, dass Sockel und Saeule mit einer Eisenstange zusammangehalten wurden.
DER ATHENA TEMPEL : Neben dem Apollo Tempel befindet sich mit einer Grösse von 20x35 m der Athena Tempel. Wie beim Apollo Tempel ist auch dieser Tempel von 8,90 m hohen Saeulen umbegen. Die Saeulen wurden mit Reliefs verziert.
Ich finde das antike Side sehr schön und man könnte da noch stundenlang zwischen alten Steinen rumklettern, wenn man kann. Auch einfach am Wasser entlang was pausieren gehen und in einer m der vielen Lokle einkehren ist hübsch. Uns fällt auf, dass es voriges Jahr zwischen den Jahren viel voller war als jetzt im Februar.
Den Nachmittag verbringt Udo beim Wintersport am TV und ich in der Sonne auf der Terrasse.
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